Interview mit Cornelis Lacet

Lacet ist ein echtes Familienunternehmen. Der Familienname steht für das Unternehmen. Cornelis Lacet, Vater und geborener Unternehmer, steht am Ruder. Seine Frau Helma bringt sich seit Jahren liebevoll ein. Inzwischen arbeiten auch beide Töchter, Martine und Nicky, im Unternehmen. Sohn Mike, der zurzeit noch technische Betriebswirtschaftslehre studiert, wird auch bald in die Firma einsteigen. Woher kommt diese Leidenschaft, „Geschäfte zu machen“, bei Cornelis Lacet? Und wie sieht er die Zukunft des Familienunternehmens? In einem offenen Interview blickt er zurück und schaut in die Zukunft.

Es begann mit Alumobilheimen
„Aus der Not geboren“, antwortet Cornelis Lacet auf die Frage, was sein Antrieb war, in den Mobilheimbau einzusteigen. „Um es genau zu sagen, begann alles mit dem Verkauf von Alumobilheimen. Zuallererst hatte ich einen Autohandel. Als sich die Chance bot, verkaufte ich diesen. Bedingung war, das Wohnhaus, in dem wir mit unseren Kindern genug Platz hatten, binnen zwei Monaten zu verlassen. Aus dieser Not geboren, haben wir ein Alumobilheim auf einem Campingplatz bezogen. Ich freundete mich mit dem Campingplatzbesitzer an. Dieser fragte mich, ob der Ein- und Verkauf von gebrauchten Mobilheimen etwas für mich wäre. Später kamen noch neue Mobilheime und Chalets hinzu. So hat alles begonnen.“

Übernahme eines Mobilheimproduzenten
Als der Campingplatz für seine Aktivitäten zu klein wurde, bezog Cornelis Ende der 90er Jahre mit seinem Unternehmen ein eigenes Grundstück in Cuijk (NL). „Zu dieser Zeit begann ich in Belgien mit der Produktion meiner ersten eigenen Mobilheime. Da ich parallel noch einen eigenen Campingplatz führte, ließ ich den Bau von Mobilheimen ruhen, bis sich die Gelegenheit bot, einen Mobilheimproduzenten in Deutschland zu übernehmen.“ Cornelis gab dem Unternehmen einen neuen Namen – Lacet Niederrhein GmbH – und machte es zu dem, was es heute ist: der größte Mobilheimbauer Deutschlands!

Unternehmergeist
Eigentlich ist der Ursprung des Unternehmens wohl in der tieferen Vergangenheit seines Gründers zu finden. Sein Vater starb früh, sodass er als Zwölfjähriger mit der Arbeit beginnen musste. „Es war kein Geld da, also musste ich als kleiner Junge verkaufen. Ich bin von Haus zu Haus gegangen, um mit Waren zu handeln.“ Es ist deutlich, dass Cornelis dadurch einen starken Unternehmergeist entwickelt hat. Etwas, was er auch der neuen Generation mitgeben möchte. „Einen Euro kann man nur einmal ausgeben. Das ist nicht nur so daher gesagt. Darum ist es so wichtig, auf die Wünsche und Bedürfnisse des Kunden einzugehen. Schließlich tätigt er eine Investition, auf die er ein halbes Leben lang hingespart hat.“

Der Blick in die Zukunft
Zurück zum Hier und Jetzt und zu einem Blick in die Zukunft. Wir sprechen über die neue Produktionshalle, direkt an der deutschen Autobahn A40, zwischen Venlo und Duisburg. „Dank der guten Lage können uns deutsche, niederländische und belgische Kunden einfach erreichen“, bemerkt Cornelis. „Trotz der teilweise weiten Anfahrt kommen uns aber auch Interessenten aus England, Schottland, der Schweiz und Österreich besuchen. Die Nachfrage nach unseren Mobilheimen wird stetig größer. Händler, Campingplätze und auch Städte und Gemeinden gehören zu unseren Kunden.“

Personal: ein guter Mix
Dass Lacet ein Familienunternehmen ist, heißt nicht, dass die Familie die ganze Arbeit allein stemmen kann, so arbeiten inzwischen 45 Mitarbeiter in der Produktion. „Es ist ein guter Mix aus Männern und Frauen, aus Jung und Alt. Der harte Kern der älteren Mitarbeiter bringt die nötige Erfahrung und Ruhe mit. Die junge Garde sorgt für frische Ideen. Alles in allem eine gute Balance. Jeder hier freut sich, wenn wieder ein Mobilheim die Halle verlässt. Der Stolz liegt dann nicht nur beim Kunden, sondern auch bei unseren Mitarbeitern.“ Cornelis schaut mit Zuversicht in die Zukunft des Familienbetriebs. „Ich hoffe, dass wir noch viele Jahre Menschen mit unseren Mobilheimen glücklich machen und der Name ‚Lacet‘ noch lange bestehen bleibt.“

„Kunden tätigen eine hohe Investition, auf die sie ein halbes Leben lang hingespart haben.”